CALCIUM PHOSPHORICUM

Aus HomoeoWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

THEMA

"To determine the efficacy of Calcarea phosphorica you must remember its ingredients, lime and phosphorus, and you will see how they are modified in their chemical combinations, so that while we have some resemblances to Calcarea and others to Phosphorus, we have still other symptoms which belong to the combination, Calcarea phosphorica, and which are found neither in Calcarea nor in Phosphorus alone. Calcarea phos. seems especially called for in defective nutrition hence it is often useful in childhood as well as at puperity and in extreme old age." FM

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION

  • ERNÄHRUNG
    • KNOCHEN.
      • NÄHTE.
      • PERIOST.
      • Knorpel.
    • DRÜSEN.
    • Nerven.

ABDOMEN.

Scheitel.

Brustkorb.


SCHLECHTER

  • Enfluss von
    • Wetterwechsel.
    • Zugluft.
    • Kälte. Nässe.
    • Schneeschmelze.
    • Ostwind.

ZAHNUNG.
Geistige Anstrenung.
Flüssigkeitsverlust.
Pubertät. Früchte. Apfelwein.


BESSER

Hinlegen.


Zarte, reizbare, hochgewachsene oder magere Kinder; mit schmutziger, bräunlicher Haut. Weicher, dünne Knochen. Malassimilation. Skrofulose. Rachitis. Flecke; kalte oder wunde, Scheitel, Aufäpfel, Nasenspitze, oder Finger, usw. Kribbelnde, taube, kalte Glieder. Schmerzen verlagern sich. Arthritis. Rheumatismus. Eiweißartige Absonderungen, Fluor, usw. Anämie; als eine Folgeerscheinung.
Verdrießlich, ruhelos und mürrisch. Verschiedene Formen von Idiotie. Kopfschmerz; in Hinterhauptshöckern; die Wirbelsäule hinab; > kühl Baden oder Niesen; bei Schulkindern. Als sei Eis im Hinterkopf. Dünne Schädeldecke. Offene Fontanellen. Hydrocephalus. Zähne; kommen spät; sind weich; zerfallen leicht. Mandeln, vergrößert; Pilzbefall (Kali-m.). Polypen. Halsschmerzen; Leeregefühl. Verlangt nach roher, salziger, piknater Nahrung oder Speck. Schwache Verdauung; jeder Bissen verursacht Magenschmerzen. Hartnäckiges Erbrechen von Milch. SCHLAFFES, EINGEFALLENES ABDOMEN; Schmerz, dann brennender Fluor. Eiternder Nabel. Durchfallneigung. Stühle übelriechend, heiß; unverdaut; sprudelnd und wässrig; < Obst. Fistel; abwechselnd mit Brustsymptomen. Morbus Addison. [Schulmädchenkopfschmerz. Verlangt ungewöhnliche Dinge. Tumor in der li. Mamma.] Menses früh, spärlich; alle 2 Wochen. Kribbeln im Genitalbereich. Verstärkter Sexualtrieb. [Ausschläge, < während Menses.] Uterus schwer; schwach oder schmerzend. Atmung des Kindes setzt aus, bei Hochgenommen werden (Bor.). Husten, > Liegen. Kavernöse Phthisis; mit Nachtschweiß. Nacken- oder Brustschmerzen durch Zugluft. Schwacher, dünner Nacken; der Kopf wackelt. Wunde Fingerspitze. Als sei ein Splitter unter den Nägeln. Schwach in den Hüften. Dünne, brüchige Knochen. Schmerz, brennend, entlang den Knochennähten oder Nagelbetten. Langsame Ossifikation; schlechte Frakturheilung. Geschwollene Drüsen. Wirbelsäulentuberkulose oder Hüftgelenkserkrankung. Leicht fröstelig; während Schmerzen. Ungesunder Schweiß; < Kopf und Hals; nachts. [Kalte Glieder mit Verdauungsstörung. Frost geht den Rücken hinab.]


Verwandt: CARBO ANIMALIS, CHINA OFFICINALIS, NATRIUM MURIATICUM, RUTA GRAVEOLENS

Folgemittel: FERRUM PHOSPHORICUM

ALLGEMEINES

Das konstitutionelle Bild von Calcium-phosphoricum ist gleichermaßen geprägt durch den Einfluß seiner Ionen. Obwohl in diesem Mittel die Eigenschaften des Calciums deutlich erkennbar sind, werden sie durch das Phosphat im Sinne des Phosphors modifiziert, sodaß ein eigenes konstitutionelles Muster erkennbar wird. Calciumphosphat findet sich im Bindegewebe, insbesondere in den Knochen, in den Zähnen, im Blutplasma, im Speichel und in der Muttermilch. Seine Affinität zu Eiweiß bildet die organische Grundlage für dieses Salz im Organismus.

Insbesondere in der Kindheit spielt Caciumphosphat eine entscheidende Rolle. Mangelernährung bzw. Malassimilation bewirken Entwicklungs- und Funktionsstörungen des Skeletts, der Drüsen und Nerven. Störungen des Calciumphosphatstoffwechsel führen wegen seiner Bedeutung für die Blutneubildung zu Anämie.

Im Gegensatz zur plumpen und trägen Calcium-carbonicum-Konstitution scheint das Phosphat-Ion das Wachstum zu begünstigen und es entwickelt sich ein asthenischer Hochwuchs mit minderwertigen Geweben. Ossifikationsstörungen führen dazu, dass die Knochen weich, dünn und spröde werden. Das Mittel hat eine besondere Beziehung zu den Suturen, Symphysen, dem Periost und den Knorpeln. Die Wirbelsäule ist schwach und kann den Kopf kaum halten. Der Körper ist mager und schwach, wobei der Bauch dick und schlaff sein kann.

Träge Lymphzirkulation begünstigt Drüsenschwellungen sodaß sich der Gedanke an eine rachitisch-skrofulöse Grundkonstitution aufdrängt. "Was die äußere Erscheinung an Länge gewinnt, verliert sie an der inneren Qualität der Gewebe. Die jungen Gewebe bekommen nicht die Zeit und Möglichkeit, sich zu stabilisieren" VeM

Deutlich erkennbar ist der Einfluß des Phosphors auch auf die geistigen Entwicklung dieser Kinder. Sie sind nervös und unruhig, schwach und schnell erschöpfbar. Aber auch in späteren Lebensabschnitten ist die schnelle Erschöpfbarkeit sowie mangelnde Widerstandskräfte auffällig. Calcium-phosphoricum-Patienten reagieren äußerst empfindlich auf unerwartete, schlechte Nachrichten. Der Organismus ist nicht in der Lage, mit dieser Nachricht fertig zu werden, und der Kummer macht ihn krank.

Auf körperlicher Ebene sind die Widerstandskräfte gegenüber meterologischen Einflüssen gering. Wetterwechsel, insbesondere zu kaltem, feuchtem, regnerischem, nassem Wetter, oder während Schneeschmelze, führen zu rheumatischen Schmerzen in Schultern, Brust und Gliedern. Zerschlagenheitsschmerzen, wie lahm, wandern durch alle Teile des Skeletts.

CAUSA

Malassimiliation. Schlechtes Wetter. Schlechte Nachrichten.

MODALITÄTEN

Verschlimmert durch:

Meterologische Einflüsse; Wetterwechsel, Zug, Kälte, Feuchtigkeit, Schneeschmelze, Ost-Wind.Verlust von Körperflüssigkeiten. Entwicklung; Zahnung, Pupertät. Geistige Anstrengung. Denken an die Beschwerden.

Gebessert durch:

Liegen. Ruhe. Im Sommer. Warmes, trockenes Wetter. Essen.

GEMÜT

Unzufrieden, ängstlich und sorgenvoll. Ruhelos; dauerndes Verlangen seinen Aufenthaltsort zu wechseln, um sich abzulenken. Denken an die Beschwerden <. Erschrickt aus geringstem Anlaß. Träger Verstand. Abneigung gegen geistige Arbeit. Gedächtnisschwäche. Mitgefühl und Angst um andere. Furcht vor Gewitter, vor der Dunkelheit, vor Hunden, vor Katzen, vor dem Alleinesein.


Kopf zu Fuß Schema

KOPF

Verspäteter Schluß der Fontanellen; öffnen sich wieder, nachdem sie sich schon geschlossen haben. "Scull soft; crackling noise like paper when pressed, mostly in occiput." CM Wirbelsäule schwach, kann den Kopf kaum halten. Kälteempfinden des Hinterhaupts. "Crawling sensations run over top of head as if ice were lying on upper part of occiput; the head is hot with smarting of the roots of the hair."CM Schwindel mit Übelkeit. Kopfschmerzen durch Anstrengung; < durch sich Bücken, Bewegung, geistige Anstrengung und frische Luft, > durch Essen und Liegen. Kopfschmerzen durch Wetterwechsel. Kopfschmerzen bei jungen Mädchen. "Depession on occipital bone. Hydrocephalus." PhM

AUGEN

Schmerzen der Augen bei künstlichem Licht. Empfindung, als sei ein Fremdkörper im Auge. Augäpfel schmerzen wie zerschlagen. Katarakt.

OHREN

Schwerhörigkeit. Kältegefühl der Ohren. Ohrgeräusche. "Sudden swelling of external ear." PhM

NASE

Gestielte Polypen. Niesen, Fliesschnupfen, Speichelfluß und wunde Nasenöffnungen; skrofulöse Kinder. Eiskalte Nasenspitze. Juckreiz der Nasenspitze. Chronischer Nasenkatarrh mit Schleimhauthypertrophie.

GESICHT

Schmutzig, weißes oder gelblich, bräunliches Colorit. Akne. Gesichtschmerzen < nachts; im Oberkiefer, von rechts nach links, oder die Schmerzen ziehen vom Gesicht zu anderen Körperstellen oder von anderen Körperstellen zum Gesicht. Schwellung der Oberlippe.

MUND

Verzögerte, schwierige Zahnung. Weicher Zahnschmelz. Karies. Empfindlichkeit der Zähne beim Kauen. Bitterer Geschmack morgens.

HALS/KEHLKOPF

Adenoide Wucherungen. Chronische Tonsillitis. Hypertrophie der Tonsillen. Schmerzen der Tonsillen beim Schlucken. Hals wund und rauh. Heiserkeit, wunder Hals und trockener Husten morgens. Muß sich vor dem Sprechen räuspern. Schwellung der Lymphdrüsen.

BRUST

Kurzatmigkeit und Husten. Husten > im Liegen; während der Zahnung. Keuchhusten; in hartnäckigen Fällen. Husten mit Stichen in der Brust und Hitzeempfinden in unteren Abschnitten der Brust und den Oberarmen. Verlangen tief durchzuatmen; seufzen. Palpitationen mit Angst, gefolgt von zitternder Schwäche. Schmerzen wo Rippen und Knorpel sich vereinen. Scharfe Schmerzen in der Herzgegend < durch Tiefatmen. "Child loses breath on being lifted up."PhM Herzklopfen mit Schwächeempfindung in den Waden. Hiluslymphdrüsentuberkulose.

ABDOMEN

Verlangen nach Salzigem, Pikantem, Geräuchertem, Schinken und Speck. Abneigung gegen Milch; Kinder vertragen die Muttermilch nicht und verweigern sie. Appetitlosigkeit der Kinder. Schwache Verdauung; Blähungen und kolikartige Leibschmerzen mit grünen, heißen und unverdauten Durchfallstühlen. Darmkatarrh und Ernährungsstörungen der Kinder. Diarrhoe nach kalten Getränken und während der Zahnung. Wunder After. Blutende Hämorrhoiden. "Fistula ani, alternating with chest symptoms." HeG

NIEREN/HARNWEGE

Harndrang und Menge gesteigert. Schmerzen im Gebiet der Nieren < durch Heben oder Naseschneuzen. Schmerzen des Blasenhalses. Urin dunkel und von penetrantem Geruch; wärmer als sonst.

MÄNNLICHE GENITALIEN

Einschießende Schmerzen durch das Perineum bis in den Penis. Schwäche des Genitals nach Stuhlgang. Erektionen ohne Lustempfinden beim Fahren in einem Wagen. Chronische Gonorrhoe anämischer Patienten.

WEIBLICHE GENITALIEN

Meses; zu früh, alle zwei Wochen, spärlich, hochrot, dunkel. "Menses: too early, blood bright, with girls; too late, blood dark, or first bright, then dark with women." HeG Menses verspätet mit starken Rückenschmerzen. Brennender Fluor; wie Eiweiß. Uterus schwer, schwach und schmerzhaft. Prolaps alter Frauen. Wollüstiges Empfinden in den Geschlechtsorganen; spürt den Puls. Sexuelles Verlangen gesteigert. "Milk changeable, from alkaline to neutral, or to acid; watery and thin." HeG Das Kind verweigert die Brust, die Milch schmeckt salzig. Wunde Brustwarzen. "Eruptions < during menses." PhM

NACKEN, RÜCKEN

Rheumatische Schmerzen und Steife des Nackens mit Benommenheit des Kopfes durch Luftzug. Krampfartige Schmerzen des Nackens; erst auf der einen Seite, dann auf der anderen. Schwache Wirbelsäule, kann den Kopf kaum halten. Skoliose der Wirbelsäule. Rückenschmerzen bei Gebährmuttererkrankungen. Starke lumbale Schmerzen bei geringster Anstrengung. Lahmes, taubes Gefühl des Kreuzbeins. Spina bifida. Rachitis.

EXTREMITÄTEN

Gelenkrheuma. Knochentuberkulose. Schlecht heilende Frakturen. Wachstumsschmerzen der Muskeln. Nach Durchnässung ziehende, fliegende Schmerzen in Gelenken, Symphysen und Suturen. Rheumatische Schmerzen während der kalten Jahreszeit. Extensoren stärker betroffen als die Flexoren. Schmerzen aller Gelenke < links. "Rheumatism, pertaining particulary to cold weather, getting well in Spring and returning next Autumn." HeG Jede Erkältung schlägt auf die Gelenke. Wunde Fingerspitzen; als ob ein Splitter unter den Nägeln sitzt. Taubheitsempfinden in den Gesäßbacken. Coxarthrose. Einschießende, stechende, ziehende Schmerzen in den Knochen und Gelenken. "Fistulous ulcers on ankle joints." PhM

HAUT

Schmutzig, weißes oder gelblich, bräunliches Colorit. Jucken und Brennen der Haut. Trockenheit der Haut; der Hände. Furunkel; ulcerative. Fisteln.

SCHLAF

Gähnt und streckt sich. Tagesschläfrigkeit. Gestörter Schlaf vor Mitternacht. Träume lebhaft; von Tagesereignissen, was zuletzt gelesen wurde, von Reisen. Kann morgens kaum erweckt werden. "Children cry out in sleep."HeG

FIEBER/FROST/TEMPERATUR

Frost; bekommt schnell kalte Hände und Füße. Kälteempfinden in unteren Körperabschnitten mit Gesichtshitze. Hitzeempfinden vom Kopf zu den Zehen. Aufwachen wegen Schweiße einzelner Teile; < an Kopf und Hals. Starke Schweiße bei Phthisis.

QUELLEN

C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4